1. Februar 2012

Statistik Januar 2012

So, der Januar ist um und ich will dieses Jahr hier auch mal regelmäßig jeden Monat meine Statistik zeigen. Das machen ja ganz viele von euch und ich finde das immer ganz interessant, da versuche ich mich auch mal dran! :)

GELESEN
  • Herrschaft der Alten - Alfred Becker (146 Seiten)
  • Schoßgebete - Charlotte Roche (288 Seiten)
  • Ich bin hier bloß die Katze - Hanna Johansen (126 Seiten)
  • Herr Jensen steigt aus - Jakob Hein (134 Seiten)
  • Ist meine Hose noch bei euch? - Anna Koch/Axel Lilienblum (286 Seiten)
  • geadded, geposted, Webfail - N.Marjanovic/M.Iber v.Riva (204 Seiten)
  • Joseph & Clara - Régis de Sá Moreira (174 Seiten)
Das macht dann schon 1358 Seiten für die Seitenzähl-Challenge, das ist ja fast schon die Hälfte von meinem erstmal bei 3000 Seiten angesetzten Ziel. Das werde ich dann also wohl mal zügig erhöhen müssen, hätte ich gar nicht so früh mit gerechnet!

GEWONNEN
  • Retrum - Francesc Miralles (gewonnen bei "Kossis Welt")
  • Die Mutter - Brett Mc Bean (gewonnen bei "BuchlingJanine")
  • Die Todesbotschaft - Sabine Kornbichler (gewonnen bei "BücherChaos")
GEKAUFT
... habe ich diesen Monat insgesamt 38 Bücher! Oh mein Gott!! Das kommt davon, wenn man "ReBuy" entdeckt und noch Buchgutscheine von Weihnachten hat, die unbedingt unter die Leute müssen. Die Bücher werde ich euch jetzt hier aber nicht alle aufzählen, das wäre mir doch bissi viel Getippe. Meinen SUB nehme ich auch nicht mit in der Statistik auf, der ist nämlich riesig und wächst, seit ich auch bei YouTube aktiv bin, quasi ins Unermessliche. Das würde in der Statistik auch echt etwas viel werden.

CHALLENGES

So, das soll's gewesen sein mit meiner Statistik! Habe ich noch irgendwas vergessen, worüber ihr gerne in meiner Statistik lesen wollt? Dann schreibt mir einfach einen entsprechenden Kommentar.
Ansonsten wünsche ich uns dann schon mal einen lesereichen Februar!

26. Januar 2012

[Rezi] "Herr Jensen steigt aus" von Jakob Hein

In diesem kleinen, schmalen Büchlein geht's um den ungelernten Postboten, der nach über 10 Jahren bei der Post in seinem Traumberuf arbeitslos wird. Nach und nach entscheidet er, sich aus dem Leben zu verabschieden ... kein Fernsehen mehr zu sehen, kein Radio zu hören, keine Zeitungen zu lesen und sich an keine Konventionen zu halten.


Interessantes Büchlein, daß zum Nachdenken anregt. Den Protagonisten kann man durchaus verstehen.

[Rezi] "Ich bin hier bloß die Katze" von Hanna Johansen

Nette kleine Geschichte aus der Sicht der Katze Ilsebill, die seit neuestem auch noch einen Hund zu ihrer Familie zählen muss. Kein literarisches Meisterwerk, aber als Katzenbesitzer ganz witzig zu lesen, da man einige Katzenverhaltensweisen wiedererkennt und so mal aus der Sicht des Haustiers beschrieben bekommt.

Das Büchlein ist außerdem mit zahlreichen niedlichen Zeichnungen versehen, die die Geschichte gut unterstreichen.
Es gibt wohl auch ein entsprechendes Buch über einen Hund und auch ein Weihnachtsbuch zur Katze. Beide Bücher kenne ich nicht, aber zumindest das Katzenbuch wandert mal auf meine Wunschliste! :)

[Rezi] "Schoßgebete" von Charlotte Link

Hauptfigur des Romans ist Elisabeth, die mit ihrem Mann und der kleinen Tochter zusammen lebt und 3mal die Woche zur Therapie bei einer Psychologin geht. Sie ist immer kontrolliert, scheinbar immer auf der Hut und kann sich nur beim Sex mit ihrem Mann wirklich fallen lassen, sich frei fühlen. Das Verhältnis zu ihrere Mutter, von der sie sich losgesagt hat und der Unfall kurz vor der Hochzeit mit ihrem Ex-Freund, bei dem ihre Geschwister sterben, beschäftigen Elisabeth sehr und sie macht sich ständig Gedanken über alles, was schieflaufen kann oder schon schiefgelaufen ist.


Im Vergleich zum ersten Buch von Charlotte Roche "Feuchtgebiete" hat mir dieses Buch besser gefallen, wohl auch wegen der autobiographischen Züge. Ich konnte Elisabeth teilweise gut verstehen, ihre Denkweisen nachvollziehen und fand es sehr angenehm, daß die Sex-Szenen, die bei "Feuchtgebiete" doch sehr im Vordergrund standen, in diesem Buch nur vereinzelt auftauchen. Der Schreibstil ist mir etwas zu "plump", zu "einfach", aber dadurch auch recht leicht zu lesen.

8. Januar 2012

[Rezi] "Herrschaft der Alten" von Alfred Bekker

Deutschland im Jahr 2100 und es gibt kaum noch Jugendliche im Land, stattdessen bestehen 3/4 der Bevölkerung aus Alten und Uralten und die Jugendlichen werde für die Pflege und Versorgung der Alten eingespannt. Der 17jährige Benn und seine 3 Freunde wollen das Land verlassen und planen ihre Flucht.

Normalerweise sind solche Zukunftsgeschichten nicht wirklich mein Ding, aber dieses Buch hat mich positiv überrascht. Gut zu lesen, vorstellbare Zukunftsvisionen und eine interessante Geschichte machen dieses Buch echt lesenswert. Ich kam an einigen Stellen an's Überlegen, ob bzw. wie es 2100 in Deutschland aussieht und abläuft und ich finde, der Autor, hat das gut vorstellbar beschrieben und ab und an auch Dinge eingeflochten, die zur Zeit aktuelle sind. So berichtet Benn einmal, daß er irgendwo gehört hat, daß "früher" Menschen mit ihremn Handy laut telefonierend durch die Straßen gegangen sind ... kann er sich 2100 gar nicht mehr vorstellen.
Der Großteil der Geschichte besteht allerdings aus der Planung der Flucht und der Beschreibung des Alltags im Jahr 2100 und ich habe gegen Ende immer drauf gewartet, daß es endlich in Sachen Flucht zum Thema geht. Für meinen Geschmack hätte noch mehr Spannung aufgebaut werden können bzw. die Flucht und ihr Ausgang ausfürlicher beschrieben werden können, es war jetzt nämlich nicht so, daß mich die Geschichte extrem gefesselt hätte. Aber das Ende fand ich doch "rund" und stimmig, so daß ich dieses Buch durchaus weiterempfehlen kann.
Das Buch ist auch als Klassenlektüre ab dem 7.Schuljahr angegeben und für Leser ab 12 geeignet ... aber auch erwachsenen Lesern wird das Taschenbuch gefallen.

Vielen Dank an den Verlag Edition Zweihorn 
für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

30. November 2011

[Rezi] "Der wahrhaftige Volkskontrolleur" von Andrej Kurkow

Dieses Buch erzählt vier separate Geschichten. Einmal die von Pawel Dobrynin, der unverhofft zum "Volkskontrolleur auf Lebenszeit" ernannt wird und nun in dieser Funktion seine Familie verlässt und das Land bereist. Die weiteren Geschichten handeln von einem Engel, der aus dem Paradies auf die Erde kam und nun einen "Gerechten" sucht, um wieder ins Paradies zurückzukehren, von einem Künstler mit seinem sprechenden Papagei und einem einsamen Schuldirektor der sich in die Mutter eines Schülers verliebt. Alle diese Geschichten werden abschnittweise erzählt und ich habe das ganze Buch über drauf gewartet, daß diese Geschichten irgendwann zusammengeführt werden, dem ist aber leider nicht so, so daß sich mir der tiefere Sinn hinter den Geschichten nicht so ganz erschlossen hat. Auch hatte ich so meine Probleme mit den russischen Namen und der Tatsache, daß mal der Vor-, an anderer Stelle der Nachname der Personen benutzt wird. Das machte es für mich teilweise schwer, der Geschichte zu folgen.
Der Schreibstil hat mir insgesamt schon irgendwie gefallen, die Handlung etc. scheint mir aber eher was für Leser zu sein, die sich sehr mit Russland und seiner Geschichte beschäftig haben bzw. sich dafür interessieren.
Vielen Dank an den Haymon-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

1. November 2011

[Rezi] "Der Stalker" von Tania Carver


"Der Stalker" ist nach "Entrissen" das zweite Buch der englischen Autorin Tania Carver, im List-Verlag erschienen und mit 472 Seiten ein nicht gerade dünnesTaschenbuch.
Inhaltlich geht es um einen Stalker, wie der Titel schon vermuten lässt ;o), der junge Frauen beobachtet und terrorisiert. Gleich zu Beginn des Thrillers geht es um Suzanne, die schon länger da gefühl hatte, daß sich in ihrer Wohnung Dinge verändern. Ein Handtuch, das eigentlich trocken war ist auf einmal feucht oder ein Wasserglas steht auf der Spüle und sie hat es nicht hingestellt.Als sie dann auch noch nach einem beängstigenden Traum ein Foto von sich selbst in jener Nacht in ihrem Schlafzimmer entdeckt ist klar, daß es jemand auf sie abgesehen hat. Zur selben Zeit wird eine Frauenleiche gefunden und auf einmal ist es für Suzanne fast zu spät ...
Auch in diesem Buch ermittelt, wie auch im ersten Band, das Team um Phil Brennan. Auch seine Lebensgefährtin, die Profilerin Marina, ist wieder mit von der Partie und versucht zusammen mit dem Ermittlerteam Suzanne zu helfen.
Das Buch startet sofort, ohne große Vorgeschichte, in der Wohnung von Suzanne und ziemlich zügig erkennt der Leser, was in dieser Wohnung passiert, wie der Stalker agiert. Das Buch hat mich sofort gefesselt und bis zum Ende auch nicht mehr losgelassen. Dazu beigetragen haben auch die unterschiedlichen Sichtweisen, aus denen man die Geschichte erlebt. So wird aus Sicht des Stalkers, von Suzanne oder dem Ermittlerteam berichtet und man ist gespannt, wie und wann sich die einzelnen Handlungsstränge verbinden und es zum "Finale" kommt. Etwas störend fand ich lediglich die teilweise etwas zu ausführlich erwähnten privaten Probleme von Phil Brennan und Marina, kann man aber verschmerzen.
Das Cover hat mir allerdings auch nicht wirklich gefallen. Die Farbgebung sieht irgendwie nach einem amerikanischen Buch aus, ist nicht so mein Geschmack. Den "Untertitel" finde ich auch völlig schlecht gewählt: "Er beobachtet. Er weiß, wo du bist. Er ist ... DER STALKER". Erinnert mich irgendwie sehr an schlechte Filme auf bekannten Privatsendern.
Aber das alles tut der Spannung und dem flüssigen Schreibstil der fesselnden Geschichte keinen Abbruch und ich werde auf jeden Fall auch noch den ersten Teil der Reihe lesen!

Vielen Dank an BloggDeinBuch und den List-Verlag 
für die Bereitstellung des  Rezensionsexemplars.
Zu bestellen ist das Buch HIER.