30. November 2011

[Rezi] "Der wahrhaftige Volkskontrolleur" von Andrej Kurkow

Dieses Buch erzählt vier separate Geschichten. Einmal die von Pawel Dobrynin, der unverhofft zum "Volkskontrolleur auf Lebenszeit" ernannt wird und nun in dieser Funktion seine Familie verlässt und das Land bereist. Die weiteren Geschichten handeln von einem Engel, der aus dem Paradies auf die Erde kam und nun einen "Gerechten" sucht, um wieder ins Paradies zurückzukehren, von einem Künstler mit seinem sprechenden Papagei und einem einsamen Schuldirektor der sich in die Mutter eines Schülers verliebt. Alle diese Geschichten werden abschnittweise erzählt und ich habe das ganze Buch über drauf gewartet, daß diese Geschichten irgendwann zusammengeführt werden, dem ist aber leider nicht so, so daß sich mir der tiefere Sinn hinter den Geschichten nicht so ganz erschlossen hat. Auch hatte ich so meine Probleme mit den russischen Namen und der Tatsache, daß mal der Vor-, an anderer Stelle der Nachname der Personen benutzt wird. Das machte es für mich teilweise schwer, der Geschichte zu folgen.
Der Schreibstil hat mir insgesamt schon irgendwie gefallen, die Handlung etc. scheint mir aber eher was für Leser zu sein, die sich sehr mit Russland und seiner Geschichte beschäftig haben bzw. sich dafür interessieren.
Vielen Dank an den Haymon-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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